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Sonderfunktionen bei OFTP/ISDN
Protokoll
OFTP-Version
Legt die maximale Version des Odette Protokolls fest, die für diesen Partner verwendet werden soll.
Protokollversion verhandelbar
Ist diese Option aktiviert, dann kann beim Verbindungsaufbau zum Partner eine niedrigere Protokollversion verhandelt werden. Ist sie deaktiviert, dann muss der Partner genau die ausgewählte Protokollversion verwenden.
Sonderfunktionen aktivieren
Ermöglicht das bearbeiten der Sonderfunktionen. Im Normalfall müssen die Sonderfunktionen nicht geändert werden. Ändern Sie die Einstellungen hier nur, wenn dies zwingend notwendig ist.
Odette-Protokoll
Odette-Paketgröße, Odette-Fenstergröße
Im Odette-Protokoll ist festgelegt, dass Paket- und Fenstergrößen durch gegenseitige Vereinbarung bestimmt werden. Sollte die Gegenseite feste Größenangaben verlangen, so werden diese hier eingetragen. Je geringer die Paket- und Fenstergrößen sind, desto langsamer werden die Daten übertragen. Nach Möglichkeit sollten der in !MC5 implementierte Automatismus benutzt werden. Achtung: werden in diesen Feldern höhere Werte eingetragen als der Partnerrechner erwartet, so führt dies zu einer Verletzung des Odette-Protokolls.
EERP ohne Nachverarbeitung senden
Ist eine Nachverarbeitung empfangener Dateien aktiviert (Zeichensatz-Konvertierung, Entschlüsselung, Entpacken, Signaturprüfung), dann werden EERPs bzw. NERPs nicht in der gleichen Verbindung übertragen, in der die Datei empfangen wurde, sondern in einer nachgelagerten Verbindung. Ist diese Option aktiviert, wird direkt nach dem Empfang einer Datei ein EERP für diese gesendet, also während der selben Verbindung. Aktivieren Sie diese Option nur dann, wenn es zwingend notwendig ist! Fehler bei Entschlüsselung, Signaturprüfung, etc. können so nicht mit einem NERP quittiert werden. Das direkte Senden eines EERPs ohne vorherige Nachverarbeitung entspricht nicht dem regulären OFTP2-Verhalten.
Senden / Empfang
Der Standard-Account ist die Voreinstellung. Er ermöglicht sowohl das Senden, als auch das Empfangen von Dateien. Bei eingehenden Rufen werden Sende-Accounts nicht berücksichtigt. Umgekehrt ist es allerdings möglich einen Empfangs-Account für eine aktive Anwahl zu verwenden. Hierbei wird dem Partner mitgeteilt, dass nur Dateien abgeholt, nicht aber gesendet werden sollen. Bei der Verwendung mehrerer Accounts für einen Partner wird empfohlen diese in einer Gruppe zusammenzufassen.
ISDN-Einstellungen (nur OFTP/ISDN)
v42bis Kompression deaktivieren
Die v42bis Kompression beschleunigt die Datenübertragung auch bei bereits gepackten Daten, da auch die X.25 Kontrollblöcke komprimiert werden. Im Normalfall handeln die CAPI-Schnittstellen beider Seiten automatisch aus, ob v42bis verwendet werden soll. Dieses sollte nur deaktiviert werden, falls der Partner diese Kompression nicht unterstützt, dies aber von seinem System nicht mitgeteilt wird.
X-25 Einstellungen (nur OFTP/ISDN)
X-25 Adresse
Im X.25 Protokoll kann eine weitere Nummer eingegeben werden. Für die ISDN-Verbindung ist sie ohne Belang. !MC5 füllt dieses Feld stets mit der Telefonnummer des Partners. Verfügt der Partner jedoch über ein X.25 Netz, so kann es nötig sein, hier eine Weiterleitungsadresse einzugeben. Bei Verbindungen über TCP/IP werden alle X.25-Einstellungen ignoriert.
User Data Level1 (Hex), User Data Level2 (Hex)
Einige wenige Odette-Installationen benötigen fest vorgegebene Schlüssel in diesen Feldern. Die Daten werden im hexadezimalen Format eingegeben, z.B. 3FA0. Im Normalfall sind diese Felder stets leer zu lassen.
Verbindungsverhalten
Partner kann nicht aktiv angewählt werden
Ist diese Option aktiviert, wird !MC5 keine aktive Anwahl zu diesem Partner versuchen. Statt dessen muss der Partner eine Verbindung aufbauen, damit Dateien ausgetauscht werden können. Diese Option ist für Fälle gedacht, in denen Ihr Partner z.B. keine feste IP-Adresse besitzt über die er erreichbar ist, also keine Angabe im Feld IP-Adresse gemacht werden kann.
Benutzergruppen
Über diese Funktion Können dem gewählten Partner Benutzergruppen zugeordnet werden. Dies hat Auswirkungen auf die Sichtbarkeit des Partners in den Add-Ons Client/Server HTTP Client von !MC5. Ein Benutzer, der zu einer Gruppe gehört, in der die Option Benutzer sehen nur eine begrenze Partnerauswahl aktiviert ist, kann nur die Partner "sehen", denen in der Partnerverwaltung eine Gruppe zugeordnet ist, zu welcher der Benutzer gehört. Beim Client/Server betrifft dies nur die Partnerauswahl beim Versenden von Daten, allerdings kann hier die Gruppenzugehörigkeit die Weiterleitung beeinflussen (siehe Benutzerrechte und Gruppen). Im HTTP Client betrifft dies sowohl die sichtbaren Eingänge, als auch die Partner, an die versendet werden kann.
Beispiel:
Benutzer A gehört zu den Gruppen G1, G2, G3. In Gruppe G1 ist die Option Benutzer sehen nur eine begrenzte Partnerauswahl aktiviert. Es existieren folgende Partner mit zugeordneten Gruppen:
Partner zugeordnete Gruppen
P1 (keine)
P2 G1, G3, G4
P3 G4
P4 G2
Benutzer A kann folgende Partner "sehen": P2 (da A zu den Gruppen G1 und G3 gehört) und P4 (da A zu G2 gehört). P1 und P3 sind für A "unsichtbar".